Samstag, 24. Dezember 2011

Zwischen den Jahren

Kennt ihr den Ausdruck: "Zwischen den Jahren"?
Habt ihr ihn auch schon öfter benutzt, ohne genau zu wissen, was er bedeutet?
Oder habt ihr den Begriff "Rauhnächte" schon einmal gehört?
Dies ist die Zeit zwischen dem 25. Dezember und dem Dreikönigsfest am 6. Januar.
In alten Zeiten glaubten die Menschen, eine Schar wilder Reiter ziehe durchs Land; vor ihnen musste man sich hüten.
Für diese Zeit galten (und an manchen Orten gelten sie heute noch) bestimmte Regeln, um die wilde Schar fern zu halten bzw. sie nicht zu reizen:
Das Räuchern (daher der Name Rau- oder Rauchnächte) ist ein altbewährtes Mittel.
Man darf in dieser Zeit z.B. nicht dreschen, keine Wäsche waschen und aufhängen.
Es ist auch die Zeit, in der die Orakel befragt werden.
Wenn ihr mehr darüber erfahren möchtet, teilt es mir mit. Ich schreibe gern noch mehr zu dieser für viele so magische Zeit - die Zeit der Wintersonnenwende.......

Freitag, 23. Dezember 2011

Lesetipp


"Das Glück ist schließlich keine Dauerwurst, von der man täglich seine Scheibe herunterschneiden kann."

Dieser Satz befindet sich in einer Erzählung von Erich Kästner, einem meiner Lieblingschriftsteller. Für alle, die noch keine Geschichte gefunden haben, die sie ihren Lieben unterm Christbaum vorlesen möchten: Hier ist sie! Die humorvolle Kurzgeschichte trägt den Titel:"Das Märchen vom Glück".
In der Geschichte geht es um einen Mann, der drei Wünsche frei hat. Was er daraus macht, erfahrt ihr, wenn ihr sie lest....
Also schnell googeln Das Märchen vom Glück

Donnerstag, 22. Dezember 2011

Jahresrückblick 2011


Heute möchte ich kurz Rückschau halten.
Im Frühling habe ich begonnen, einen eigenen Blog zu gestalten. Die einzelnen Artikel zu verfassen, macht mir großen Spaß. Handeln sie doch (fast) immer von Märchen und Sagen. Märchen sind faszinierende und häufig berührende Geschichten: Immer geht es um Menschen, die großen Herausforderungen gegenüberstehen, und um zauberhafte Wesen, die ihnen helfen, aus der Not herauszufinden bzw. die schwierigen Aufgaben zu lösen. Wie im Märchen hat auch mir ein solches Wesen geholfen, die ersten Schritte in meinem "Märchenwald" zu machen: Andrea, vielen Dank!!!!
Meine Auftritte in Cafes, Restaurants, Schulen und bei privaten Veranstaltungen haben mir große Freude bereitet. Durch Gespräche im Anschluss an das Erzählen bekam ich den Eindruck, dass die Geschichten den Zuhörern/innen gefallen und sie teilweise tief bewegt haben. An einige Auftritte erinnere ich mich besonders gerne:
April und Oktober in der Theater Galerie "Terzo Mondo" www.terzomondo.de
"Im Reich des Hades und der Persephone - Jenseitsvorstellungen im Spiegel von Mythologie und Totenkult im antiken Griechenland" -
"Liebesfreud und Liebesleid - Aphrodite und Eros in der griechischenMythologie und Kunst"
Beide Abende gestaltete ich zusammen mit meinen Mann. Er ist Archäologe, und er hielt zu jedem Thema einen Lichtbildervortrag.
November "Berliner Märchentage" : Geschichten aus Nordamerika. Märchen von weisen Männern und Frauen, von ihrem Glauben und vom Leben im Einklang mit der Natur, erzählt in der Theater Galerie 'Terzo Mondo'.
Märchen vom Wünschen und von den großen Herausforderungen des Lebens erzählte ich in verschiedenen Schulen Berlins.
Dezember: Geschichten über Wünsche .... gute und schlechte Wünsche, erfüllte und unerfüllte Wünsche.... in dem hübschen und gemütlichen Cafe "Wenzels Gartenwelt" in Lichterfelde-Ost, http://.wenzels-gartenwelt.de
Bei privaten Veranstaltungen: Liebesgeschichten, z.B. Das Märchen von der blauen Rose....
Und nun kommt mein Wunsch für das Jahr 2012:
Märchen erzählen an schönen Orten, für Menschen, die Märchen lieben.....

Das Foto zeigt den wunderschönen Märchenbrunnen im Park von Friedrichshain.

Mittwoch, 21. Dezember 2011

Märchenrätsel Nr.3

Und hier kommt das dritte Märchenrätsel des Monats Dezember. Auch diese Erzählung ist euch sicher aus eurer Kindheit bekannt.

Wie beweist die "Prinzessin auf der Erbse" im gleichnamigen Andersen-Märchen, dass sie eine wirkliche Prinzessin ist?

Erinnert ihr euch, oder wäre dies nicht ein schöner Anlass, das Märchen noch einmal zu lesen?

Zusatzfrage: Wie hieß Andersen mit Vornamen, und aus welchem Land kam er?

Dienstag, 20. Dezember 2011

Fernsehtipp

Am 24.12. werden im HR, allerdings zu nachtschlafender Zeit (6.50 Uhr), Ausschnitte der schönsten Märchen gezeigt.
Märchen spiegeln die Wünsche und Phantasien der Menschen wider. Der Sieg des Guten über das Böse gibt vor allem Kindern emotionale Sicherheit.

Märchen können das Selbstbewusstsein der Kinder fördern. Sie scheinen zu sagen: Wenn du etwas erreichen willst, glaube fest an dich selbst und an deine innere Führung. Geh aber auch offenen Sinnes und mit offenem Herzen durch die Welt, habe Mut und achte auf deine Umwelt und deine Mitmenschen.
Die Märchen sind - zum Glück - als restriktives Erziehungsmittel nicht geeignet (Du darfst nicht...., du sollst ....) wohl aber zur Wertevermittlung.

Mittwoch, 14. Dezember 2011

Märchenzitat im Dezember

"Nirgends gibt oder gab es jemals ein Volk ohne Erzählung: Alle Klassen, alle menschlichen Gruppen besitzen ihre Erzählungen, und häufig werden diese Erzählungen von Menschen unterschiedlicher, ja sogar entgegengesetzter Kultur gemeinsam geschätzt. Die Erzählung ist international, transhistorisch, transkulturell und damit einfach da, so wie das Leben."

(Roland Barthes)

Sonntag, 11. Dezember 2011

Märchenrätsel Dezember Nr. 2

Hier kommt das zweite Märchen, das in diesem Monat zu erraten it:

Kleine Hütte nah am Meer;
Butt verschont, der dankt es sehr;
Haus und Schloss erbittet dann für die Frau ihr Ehemann.

König, Kaiser, Papst will werden
diese Frau auf Gottes Erden;
schließlich Gott selbst. Geht das? Nein!
Welches Märchen mag das sein?

Montag, 5. Dezember 2011

Schenken

Dieses Gedicht ist eine Antwort auf die Werbung von Media - Markt:
"Weihnachten wird unterm Baum entschieden"


Schenke groß oder klein,
Aber immer gediegen.
Wenn die Bedachten
die Gaben wiegen,
sei dein Gewissen rein.

Schenke herzlich und frei.
Schenke dabei,
was in dir wohnt
an Meinung, Geschmack
und Humor,
so dass die eigene Freude
zuvor dich reichlich belohnt.

Schenke mit Geist ohne List.
Sei eingedenk, dass dein Geschenk
du selber bist.

(Joachim Ringelnatz, 1883-1934)

Sonntag, 4. Dezember 2011

Dezember-Rätsel

In diesem Monat gibt es gleich drei Rätsel.
Wir beginnen mit einem Märchen, das die meisten sicher kennen.

Mädchen, Asche, Erbsen, Tauben;
Schwestern, die ihr nichts erlauben;
Tränen an der Mutter Grab;
Bäumchen, das ihr Kleider gab.

Prinz auf Brautschau ohne Ruh;
Stufen, Pech, verlorner Schuh;
einer passt er nur allein.
Welches Märchen mag das sein?


In den nächsten Tagen folgen Märchen für "Fortgeschrittene".

Samstag, 3. Dezember 2011

Plätzchen backen und Märchen

"Warum können selbst Menschen, die sich ansonsten jedem Weihnachtsbrauch konsequent verweigern, dem adventlichen Backen einfach nicht widerstehen?
Vielleicht ist es mit dem Pätzchenbacken wie mit den Märchen: Beides spricht tief verwurzelte Sehnsüchte in uns an, die in unserer unsicheren, schnelllebigen Zeit scheinbar keine Beantwortung mehr finden.
Alte Rituale wie das Plätzchenbacken und die Märchen, in denen die Welt noch nach einfachen Regeln funktioniert, tun uns gut, vermitteln Halt und Geborgenheit."
Quelle: Schrot und Korn (12/2011)